Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kritisiert Erkundungsgenehmigung für CO2-Speicher in Märkisch-Oderland

Die ostbrandenburgische Abgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag SABINE NIELS hat die heute vom Landesbergamt erteilte Erlaubnis zur Erkundung des Bodenschatzes Sole im Raum Neutrebbin (Märkisch-Oderland) und die Informationspolitik der Landesregierung zu dem Vorhaben kritisiert. Sie verwies darauf, dass bei der Beantragung der Erkundung nicht mit offenen Karten gespielt wurde. Die nun zur Erkundung freigegebenen Salzwasser führenden Gesteinsschichten dienten schließlich nicht dem Betrieb von Thermalbädern, sondern würden auf ihre Tauglichkeit für die Einlagerung von CO2 getestet. Dies sei aber weder Bestandteil des Antrages noch der Genehmigung.

„Und auch der von Wirtschaftsminister Ralf Christoffers angekündigte Dialog über eine mögliche CO2-Verpressung wurde bis heute nicht geführt." Nun werde die Bevölkerung von Märkisch-Oderland vor vollendete Tatsachen gestellt. „Ihre berechtigten Sorgen und Bedenken wurden ignoriert."

Da hinsichtlich der CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage) viel zu viele ungeklärte Fragen bestünden, um die CO2-Verpressung unter besiedeltem Gebiet zu erproben, muss die Landesregierung endlich auch über die international von Wissenschaftlern diskutierten Risiken informieren, bevor die Erkundungsarbeiten des Energiekonzerns Vattenfall beginnen.

SABINE NIELS kündigte eine Informationsveranstaltung ihrer Fraktion zu den zahlreichen offenen Fragen zur CCS-Technologie am 18. April in Burg Beeskow an.

Aktualisiert (Montag, den 27. September 2010 um 10:54 Uhr)

 
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